Do svidaniya

Schade - das Abenteuer Olympia ist vorbei. Nach einem tollen Tag mit viel Spaß zusammen mit meinen Eiskunstlaufkollegen, einer schönen Abschlussfeier und einem Wahnsinnsfeuerwerk heißt es morgen früh wieder Abschied nehmen. Dann geht es mit dem Flieger nach München. Es war eine schöne Zeit hier in Sochi - mit ebenso schönen wie auch weniger schönen Erfahrungen. Auf alle Fälle nehme ich unheimlich viele Eindrücke von hier mit. Do svidaniya!

 

Mit Robin Szolkovy und Aljona Savchenko

 

Mit Nelly Zhiganshina und Aljona Savchenko

 

Mit Tanka Kolbe, Stefano Caruso und Aljona Savchenko

 

Mit Aljona Savchenko und Tanja Kolbe

 

Abschlussfeier

 

 

 

Feuerwerk

 

Sonne im Olympiapark

Bevor es nachher zur großen Abschlussfeier geht, habe ich das herrliche Wetter in Sochi genossen. Zusammen mit Aljona Savchenko haben wir Eislaufmädels den Olympiapark unsicher gemacht und dabei auch einen äußerst charmanten jungen Mann getroffen: Bely Mishka, Beruf: Eisbär und Maskottchen der olympischen Winterspiele :)

 

 

 

Die letzten Stunden Olympia

Gestern ging's bei herrlichem Sonnenschein mit der Gondel hoch in die Berge. Es war spannend und hat unheimlich viel Spaß gemacht, den Biathleten beim Rennen zuzusehen und unseren deutschen Läufern die Daumen zu drücken. Abends habe ich mir natürlich das Schaulaufen angeguckt - schön war's. Nach der Anspannung der letzten Tage kommt doch so etwas wie Urlaubsgefühl auf und ich genieße die letzten Stunden hier in Sochi. Heute abend um 19 Uhr Ortszeit heißt es dann Abschied nehmen im ,Fisht Olympic Stadium' bei der großen Abschlussfeier.

Mit der Gondel hoch hinaus

 

 

 

Heute strahlt die Sonne wieder vom Himmel

 

Kopf hoch und weiter

Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, sieht die Welt heute schon wieder viel besser aus. Natürlich sitzt die Enttäuschung über die verpatzte Kür noch tief. Aber davon lasse ich mich nicht unterkriegen - das ist eben Sport mit seinen Höhen und Tiefen. Dafür bin ich mit meiner Kurzkür noch immer sehr zufrieden. Heute stand noch einmal eine Trainingseinheit auf dem Programm - die letzte in Sochi. Am Montag geht es dann wieder in Richtung Heimat. Ich werde gemeinsam mit dem deutschen Team in München ankommen und von dort aus heißt es dann: Ab nach Hause. In "meiner" Eishalle beginnt dann die Vorbereitung auf die WM in Japan. Mit der Leistung in meiner olympischen Kurzkür im Hinterkopf gelingt es mir mit Sicherheit, mit neuem Mut und Kraft in Japan aufs Eis zu gehen.

 

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für die großartige Unterstützung und den Zuspruch - das hat gut getan!

 

Spaziergang an der Promenade

 

Mit Lutz Pauels am Souvenirladen

 

Charmante Herrenbegleitung: Berthold Basler, Lutz Pauels und Jürgen Kleine-Wilde.

Freud und Leid

Nach dem tollen 10. Platz im gestrigen Kurzprogramm hatte ich für die heutige Kür eine prima Ausgangsposition. Aber ich wollte wohl zu viel. Der Dreifach Lutz zum Auftakt war einwandfrei und die anfängliche Nervosität eigentlich verschwunden. Vor dem Doppelaxel machte ich mir wohl zu viele Gedanken - und das tut überhaupt nicht gut. Nach meinem zweiten Patzer und meinem Sturz beim normalerweise sicheren Dreifach Lutz, war plötzlich alles wie weggeblasen. Es ging (bis auf die Dreifach Salchow Kombination am Schluss der Kür) gar nichts mehr.
Im Grunde habe ich noch keine Erklärung dafür, warum es heute so schief gegangen ist. Natürlich waren die letzten Wochen, die ich zum größten Teil ohne meinen Trainer Peter Sczypa bestreiten musste, anstrengend und auch belastend. Umso größer war meine Freude, jetzt wieder mit meinem Trainer zusammen am Start zu sein. Hinzu kam auch noch die Dopingkontrolle gestern Nacht, die mich aus meinem Rhythmus gebracht hat. Momentan bin ich einfach nur traurig und auch enttäuscht - auch wenn ich mir vor Beginn des Wettbewerbes einen Platz zwischen 15 und 18 ausgerechnet habe. Nach der guten Kurzkür war mehr drin, und ich wollte mehr. Aber auch aus solchen unerfreulichen Erfahrungen lernt man - nur schade, dass es ausgerechnet bei Olympia sein muss. Aber schließlich ist im nächsten Monat noch die Weltmeisterschaft, bei der ich noch einmal zeigen will und kann, was ich drauf habe!