Erfolgreicher Abschluss in Bratislava

Die Europameisterschaften in Bratislava sind vorbei – mit meinem siebten Platz bin ich sehr zufrieden. Immerhin ist es mein bestes Europameisterschaftsergebnis. Weniger erfreulich waren die Begleitumstände. Inzwischen hat ein Gespräch mit dem Verband stattgefunden, bei dem eine offizielle Entschuldigung ausgesprochen wurde. In einigen Medienberichten war sogar von "Eskapaden und Alleingängen" die Rede. Hierzu kann ich sagen, dass ich mir keiner Schuld bewusst bin. Was damit gemeint sein könnte, weiss ich nicht. Hier steht eine Stellungnahme der Bundestrainerin noch aus. Nicht nur auf dem Eis trainiere ich gewissenhaft, auch mein Studium verfolge ich mit Ernsthaftigkeit. Da ist für Eskapaden kein Platz und keine Zeit. Die unschönen Szenen vor dem Kurzprogramm konnte ich zum Glück ausblenden. Natürlich war es nicht schön, als deutsche Leistungssportlerin die deutsche Teamjacke nicht zu tragen. Aber ich trage Deutschland im Herzen – nicht nur auf der Jacke. Unabhängig davon, welche Jacke ich überziehe, laufe ich FÜR Deutschland und für meine Fans. Für mein Land versuche ich immer das Beste zu geben. Natürlich ist es gut, den Teamgeist fördern zu wollen. Aber Eiskunstlaufen ist immer noch eine Einzelsportart – anders als beispielsweise Handball oder Fussball. Die individuellen Bedürfnisse eines jedes einzelnen Sportlers sollten hier berücksichtigt werden und die Leistungen auf dem Eis im Mittelpunkt stehen. Das sollte bei allem Willen zur Teambildung nicht vergessen werden. Abschliessend möchte ich mich bei allen Unterstützern und Fans bedanken: Ihr wart grossartig! :) Ein ganz besonderes Dankeschön geht an meinen Trainer Peter Szypa, der mich optimal auf den Wettkampf vorbereitet und mich in dieser schwierigen Situation super unterstützt hat. Jetzt freue ich mich auf die bevorstehende WM in Boston – und da werde ich ebenfalls mein Bestes geben!